LEITFAEDEN / BARRIEREFREIHEIT

Web-Barrierefreiheit: die eigene Website fuer alle nutzbar machen (RGAA, WCAG)

← Alle Leitfaeden
Barrierefreiheit Mittelstufe 3 Jun 2026 6 Min Lesezeit von Les Techniciens du Net

Web-Barrierefreiheit: die eigene Website fuer alle nutzbar machen (RGAA, WCAG)

Was digitale Barrierefreiheit ist, warum sie wichtig (und manchmal verpflichtend) ist, die WCAG/RGAA-Prinzipien und einfache Gewohnheiten, die den Komfort fuer alle Ihre Besucher verbessern.

#barrierefreiheit#rgaa#wcag#inklusion

Eine barrierefreie Website ist eine Website, die von allen nutzbar ist — auch von Menschen mit Behinderungen. Das ist kein Luxus: Es ist gutes Design, manchmal eine gesetzliche Pflicht und immer ein Dienst an allen Ihren Besuchern.

Warum das wichtig ist

Barrierefreiheit nuetzt weit ueber Behinderungen hinaus:

  • ein sehbehinderter Mensch nutzt einen Screenreader;
  • ein schwerhoeriger Mensch braucht Untertitel;
  • aber auch: Sie, auf dem Smartphone bei hellem Sonnenlicht, mit einer belegten Hand oder bei langsamer Verbindung.

Eine barrierefreie Website ist klarer, schneller und besser platziert — Google belohnt gute Praktiken.

RGAA und WCAG: wer macht was

  • WCAG: die internationalen Regeln fuer Barrierefreiheit (Web Content Accessibility Guidelines).
  • RGAA: ihre franzoesische Umsetzung (Référentiel Général d’Amélioration de l’Accessibilité).

Fuer den oeffentlichen Sektor (und bestimmte Grossunternehmen) ist Barrierefreiheit verpflichtend. Fuer alle anderen ist sie dringend empfohlen — und wird zunehmend erwartet.

Die Prinzipien (die 4 POUR-Saeulen)

Der Inhalt muss sein:

  • Wahrnehmbar: Alternativtext bei Bildern, Untertitel, Kontrast.
  • Bedienbar: per Tastatur navigierbar, ausreichend grosse Ziele, keine Fallen.
  • Verstaendlich: klare Sprache, vorhersehbares Verhalten.
  • Robust: kompatibel mit assistiven Technologien (Screenreader).

Einfache Gewohnheiten, grosse Wirkung

  1. Alternativtext (alt) bei informativen Bildern.
  2. Ausreichender Kontrast zwischen Text und Hintergrund.
  3. Strukturierte Ueberschriften (ein einziges H1, eine logische Hierarchie).
  4. Ueberall moegliche Tastatur-Navigation (Tab-Taste).
  5. Eindeutige Links (“DSGVO-Leitfaden lesen”, nicht “hier klicken”).
  6. Untertitel bei Videos.
  7. Eine Information nicht allein ueber die Farbe vermitteln.

Zum Merken

Barrierefreiheit ist keine technische Buerde, die Experten vorbehalten ist: Sie ist Aufmerksamkeit waehrend des gesamten Entwurfs. Ein paar gute Gewohnheiten — alt, Kontrast, Struktur, Tastatur — machen Ihre Website besser fuer alle und ersparen Ihnen spaeter eine schmerzhafte Anpassung an die Vorschriften.

Fuer den oeffentlichen Sektor koennen eine Barrierefreiheitserklaerung und ein RGAA-Audit verlangt werden: Lassen Sie sich begleiten.

Testen Sie Ihr Wissen

0 / 4
  1. Web-Barrierefreiheit hat zum Ziel…

  2. Das RGAA ist…

  3. Ein Alternativtext (alt) bei einem Bild dient dazu…

  4. Ein guter Farbkontrast hilft…